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    Namibia

21.03.2009

Strecke:
Airport Jagd- und Gästefarm, B6 nach Windhoek, durch Windhoek, B1 nach Norden, D1499, Düsternbrook

Nach einem eher unangenehmen Nachtflug kam ich bei herrlichem Sonnenschein am internationalen Flughafen von Windhoek in Namibia an. Während des Fluges hatte ich mit starkem Heuschnupfen zu kämpfen, sodass ich kaum schlafen konnte. Dazu kam, dass eine ältere Dame in der Sitzreihe neben mir des Nachts zusammenbrach und mir ihren Wasserbecher auf die Hose kippte. Kurze Zeit später musste sie sich auch noch übergeben. Zum Glück war sie dann schon wieder auf ihrem Platz.
Die Einreiseformalitäten wurden schnell erledigt und am Ausgang traf ich Uwe Trümper von der Airport Jagd- und Gästefarm. Wie gewohnt wollte ich auf der rechten Seite einsteigen, da gab Uwe mir seinen Autoschlüssel. Wer rechts einsteigt, müsse ja dann auch fahren. In Namibia ist Linksverkehr, also immer schön links einsteigen. Uwe fuhr mich dann zu seiner Farm, die in der Nähe des Flughafens liegt. Nach wenigen Kilometern bogen wir von der Hauptstraße in eine Pad, so nennt man dort eine schmale Piste, zu der Farm. Der erste Eindruck war schon gigantisch. Weites grünes Buschland. Unterwegs zur Farm zeigte Uwe mir die ersten Wildtiere, die sich bereits im Schatten versteckt hatten.
Die Begrüßung war herzlich, das Quartier hervorragend. Uwe machte einen Rundgang durch die Farm und zeigte mir sein Gehöft: die eigene Werkstatt, den Unterstellplatz für die Fahrzeuge von anderen Gästen und Namibiareisenden, und und und. Die Farm besitzt selber über 20.000 ha und hält ca. 900 Rinder. Am Nachmittag baute ich mein Rad zusammen und bereitete alles vor für den Start meiner Radtour am nächsten Tag.
Die Verpflegung war köstlich. Gegessen wurde gemeinsam mit der Familie Trümper. Am Abend servierte Rotraut Trümper Oryx Steaks. Lecker....

Start meiner Radtour war am 21. März, dem Unabhängigkeitstag von Namibia. Bereits auf der Pad zur Hauptstrasse präsentierte sich ein Wildschwein, ergriff aber schnell die Flucht, als es mich sah. Auf dem Weg nach Windhoek konnte ich einige Giraffen grasen sehen. In Windhoek war wenig los, es war Feiertag. Das Nationalmuseum in der alten Feste war leider geschlossen. Das Wahrzeichen der Hauptstadt ist die Christuskirche. Dennoch waren einige Geschäfte geöffnet. Als erstes musste ich mir Bargeld besogen. Ich war aufgrund der Nachrichten über die Kriminalität in Namibia noch etwas verunsichert und suchte einen geeigneten Bankautomaten. Nachdem ich erfolgreich Geld ziehen konnte, ging ich in den nächsten Supermarkt. Dort war viel los. Ich schloss mein Rad gut ab und sofort kam ein Straßenverkäufer auf mich zu, um auf mein Rad aufzupassen. Etwas beunruhigt, ob mein Rad unberührt noch da stand, beeilte ich mich. Das Warenangebot war gut. Kein Problem, das Fahrrad war noch da. Ich verstaute mein Proviant und gab dem Straßenverkäufer ein paar Namibische Dollar. Er war sehr freundlich und wir unterhielten uns kurz.
Ich drehte noch eine Runde durch die Geschäftstraße in Windhoek. Ich versuchte an einer Reihe von Münztelefonen nach Hause zu telefonieren. Aber die Telefone funktionierten irgendwie nicht. So kaufte ich in der Nähe eine Telefonkarte für 20 N$. An anderer Stelle konnte ich mich dann zu Hause melden. Alles in Ordnung.
So fuhr ich schließlich bei schönstem Wetter und angenehm warmen Temperaturen los und verließ Windhoek. Es ging zuerst auf die B1, die am Anfang noch Autobahnmäßig ausgebaut war. Es war wenig verkehr. Es wurde langsam Zeit, den ersten Campingplatz anzusteuern. Ich bog von der Hauptstraße auf eine breite Schotterpiste nach Düsternbrook ab. Ich musste einige Riviere furten, die aufgrund der starken Regenzeit noch etwas Wasser führten. Unterwegs schossen kurz vor mir einige Oryx-Antilopen über die Straße. Im Busch versteckten sich einieg Affen. Kurz vor Düsternbrook wurde ich von einer Herde Streifengnus schnaufend begrüßt. In einer anderen Lichtung sah ich ein paar Springböcke. So kam ich am späten Nachmittag am Campingplatz an. Der Platz war sauber, es gab warmes Wasser. Ich war nicht ganz alleine, aber es war sehr ruhig.