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Durch die Sandwüste ...

 Distanz:98,02 km 
 Durchschnitt:14,09 km/h 
 Fahrzeit:7:06:48 h 
 Wetter:trocken, warm, heiter und sonnig, teilweise windig, meist Rückenwind
 Profil:fast nur Schotterpiste, teilweise sandig, teilweise Wellblechpiste, z.T. auch grober Schotter, wellig-bergig 

Nachdem der Nebel sich aufgelöst hatte, fuhr ich von Landmannahellir los, ein Stück wieder zurück und mußte den Gletscherfluss vom Vortag wieder furten. Ich tat mich da etwas schwerer und hatte Pech, dass sich eine Sandale vom Fuß löste und davon schwamm. Glücklicherweise war die Strömung nicht stark, und ich konnte mit einem kleinen Zwischenspurt auf einer Sandbank meine Sandale aus dem Wasser fischen. Glück gehabt. Es war ein wunderschöner Tag, sehr warm, strahlend blauer Himmel. Auf dem Hochplateau ging es dann weiter zwischen Bergen, auf denen noch die letzten Schneereste dahinschmelzten. Immer wieder mussten kleine Gletscherflüsse durchfurtet werden. Der Nationalpark Fjallabaksvegur ist sehr beeindruckend. Nach der Durchquerung einer kleinen Senke wechselte sich die Landschaft schlagartig. Kein grün mehr, dafür viel Sand und wüstenartiges Gelände, aber imposante Aussichten auf die Bergwelt. Ich machte einen Abstecher in Richtung Landmannalaugar, vorbei am See Frostaðavatn. Kurz vor Landmannalaugar kehrte ich um, denn dort endete die Straße und ein größerer Fluß musste gefurtet werden, aber das war mir zu riskant. Ich fuhr das Stück wieder zurück und setzte meine Fahrt fort nach Norden zur Straße F26, der Sprengisandurroute. Das Stück war sehr schwer zu fahren. Teilweise Wellblechpiste, teilweise Sandpiste, sodass man mit den Reifen tief einsank. Die Straße führte vorbei am Fluss Tungnaá und an den aufgestauten Seen Krókslón und Hrauneyjalón. Am Kraftwerk Sigalda wurde die Straße breiter, aber nicht besser. Stattdessen fuhr ich auf sehr sehr groben Schotter, zudem war der Wind sehr stark. Ich kam nur langsam vorwärts. Schließlich erreichte ich die F26. Auf der asphaltierten Straße fuhr ich gegen den starken Wind ein Stück zurück nach Hrauneyjar. Die letzte Möglichkeit vor der Hochlanddurchquerung mich zu verpflegen. Im Restaurant nahm ich Suppe und einen Nudelsalat vom Buffet zu mir und füllte meine Flaschen auf. Ich kam mit einem Isländer ins Gespräch. Es wurde schon spät, so fuhr ich los auf der Route zur Sprengisandur. Schonbald begann die Schotterpiste, immer stetig bergauf, vorbei am See Þórisvatn. Die beiden Gletscher Vatnajökull und Hofsjökull waren am Horizont zu sehen. Ein Wahnsinnsausblick. Die Sonne ging langsam unter und ich suchte eine geeignete Stelle zum Übernachten. Diese fand ich an einem kleinen Bach abseits der Straße. Es dauerte keine 5 Minuten, und eine große Schaar von den berüchtigten Zuckmücken schwirrten um mich umher. Ich baute mein Zelt rasent schnell auf und verdrückte mich ins Zelt. Es prasselte regelrecht auf mein Zelt, als ob es regnen würde. So schwirrten die Zuckmücken umher. Da war ich also im Zelt eingesperrt und konnte nicht mehr raus. Kochen war unmöglich, also verpflegte ich mich mit Brot und legte mich alsbald hin. Hoffentlich sind die Viecher am nächsten Morgen weg ...