Tourstart bei Bilderbuchwetter

Je näher der Zeitpunkt zur Abfahrt rückte, so nervöser wurde ich. Hatte ich an Alles gedacht, nichts vergessen? Als ich das Fahrrad aus der Haustüre schob, wurde mir schon etwas mulmig. Ade, vertrautes Heim. In einem Jahr sehen wir uns wieder.

Die ersten Meter waren ziemlich ungewohnt; mit 44kg Gepäck, weit mehr als bei meinen bisherigen Touren. Irgendwie klappte es noch nicht ganz. Immer wieder hielt ich kurz an und kontrollierte die Taschen.

Um 9:45 Uhr erreichte ich das Racket-Center in Nußloch, von wo der eigentliche Tourstart zusammen mit Vereinskollegen des Radsport Rhein-Neckar e.V. erfolgte. Etliche Radsportler des Vereins hatten sich eingefunden, um mich zu verabschieden. Auch Pressevertreter der RNZ waren vor Ort, sowie meine Eltern und mein Bruder mit Roman. Jeder bestaunte das vollgeladene Rad.
Rolf hielt eine kurze Ansprache und überreichte mir zum Abschied ein kleines Geschenk, damit ich beim Leuchten an den Verein denke.

Punkt 10.15 Uhr ging es los. "Go east" rief ich den Leuten mit großer Freude zu. Bis zum Bahnhof Bruchsal wurde ich von meinem Radsportverein begleitet. Dort verabschiedete ich mich von meiner Familie. Mit voller Vorfreude auf das Abenteuer stieg ich in den Zug ein, der mich ein Stück nach Süden zu meiner Nadine bringen sollte.

Im Abteil befand sich eine Gruppe aus Landshausen im Kraichgau, die reichlich Stimmung machte. Einer von ihnen feierte im Osterhasenkostüm gekleidet seinen Junggesellenabschied. In Rastatt stieg ich aus und fuhr ein Stück mit dem Rad. Getragen vom Rückenwind und dem tollen Frühlingswetter kam ich gut voran. Im Wechsel zwischen Regionalzügen und Radstrecke erreichte ich nach 130km am Abend den Campingplatz in Steinenstadt.

Der Tourstart hätte nicht besser beginnen können.

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