Der Strom muss dahin, wo er benötigt wird.

In exponierten Lagen im Allgäu und in Oberbayern wird Strom aus natürlicher Energie gewonnen. Neben etlichen Windkrafträdern fiel mir im Allgäu besonders auf, dass sämtliche Dächer in den Dörfern komplett mit Sonnenkollektoren bestückt sind. Für die Bauern ist dies besonders lukrativ. Nicht nur der ungetrübte Sonnenschein in diesem Frühling ließ reichlich Strom produzieren, sondern auch der stramme Ostwind trieb die Räder der Windräder stark an. Dennoch sah ich am Straßenrand immer wieder Plakate, die mit Sprüchen gegen die Verschandlung der Landschaft mit Windräder protestieren.

Das Problem ist, dass Strom nicht gespeichert werden kann. Mit dem Campingplatzbesitzer am Starnberger See unterhielt ich mich über dieses Thema. Er berichtete davon, dass in Passau Planungen im Gange sind, einen See anzulegen, wo das Donauwasser mit Solarenergie hochgepumpt werden, und bei Strombedarf das abgelassene Wasser Turbinen für die Stromgewinnung antreiben sollen. Doch es gibt erheblichen Widerstand von der ortsansässigen Bevölkerung und den Naturschützern.

Wie sagte der Campingplatzbesitzer so schön: Alle wollen erneuerbare Energie, aber eine Hochspannungsleitung im Garten will keiner. Der Strom muss auch dahin, wo er benötigt wird.

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