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Unsere Ferien begannen gleich mit einem Malheur. Dadurch dass wir eine Minute zu spät am Bahnhof waren, hatten wir den Zug verpasst. Und jetzt? Nadine kennt mittlerweile den Fahrplan in- und auswendig. So ergab sich für uns eine zweite Chance, indem wir noch den Zug nach Luzern erwischen konnten, um dort doch noch rechtzeitig in den reservierten Zug zu wechseln.

In Lugano angekommen, gönnten wir uns - wie jedes Mal dort - ein exquisites Eis bei einem der besten Gelaterias. Aufgrund des unbeständigen Wetters änderten wir spontan unsere Pläne und fuhren direkt nach Como, teils mit dem Fahrrad, teils mit dem Zug. Spät am Abend, schon bei Einbruch der Dunkelheit, kamen wir am "Internationalen Campingplatz von Como" an, der zu unserer Enttäuschung ziemlich schlecht war: ungünstig gelegen mit viel Lärm, total heruntergekommene sanitäre Anlage, der Campingplatz selber insgesamt im desolaten Zustand. Unser Resumé: Ein Mal und nie wieder.

Stress am nächsten Morgen. Die Zeit lief uns davon. Während Nadine sich vor dem Schalter anstellte, löste ich parallel die Tickets am Automaten. Ruck zuck hatte ich sie dank unserer guten Vorbereitung. Gut zu wissen, dass die Tickets, auch für die Fahrräder, vor Fahrtantritt noch abgestempelt werden müssen. Es dauerte keine Minute, da fuhr der Zug schon ein. Das war genau "Just in Time".
In einzelnen Etappen durchquerten wir Italien nach Süden bis zum Hafen in Ancona, wo wir mit der Fähre nach Griechenland übersetzten. Leider transportieren die Fernzüge keine Fahrräder, sodass gezwungen waren, auf die unkomfortablen Regionalzüge auszuweichen.

  • Regionalzug von Como nach Milano Centrale
  • Bei der längeren Wartezeit gab es interessante Begegnungen mit anderen Radreisenden oder Interessierten.
  • Regionalzug nach Bologna. Wir bekamen den Tipp, unbedingt Tortellini, einer der Spezialitäten aus Bologna, zu probieren. Dies hatten wir uns für die spätere Rückreise vorgenommen.
  • Regionalzug Richtung Ancona
  • In Cattolica stiegen wir aus und radelten los, an der Küste entlang durch den Nationalpark "Monte San Bartolo".

Unverkennbar, wie auf diesem Graffiti, war hier kürzlich der Giro vorbei gekommen. Die Straße schlängelte sich rauf und runter durch den kleinen Nationalpark bis nach Pesaro, wo an der Promenade eine kleine Auto- und Motorradausstellung stattfand. Ohrenbetäubende Musik schallte aus den besonders getunten Autos, die dort präsentiert wurden. Nicht unser Geschmack. Daraufhin fuhren wir weiter.  Nach einem Zwischenstopp in Fano ging es am nächsten Tag weiter an der Küste entlang bis nach Ancona. Auf dem Abschnitt waren viele Rennradfahrer unterwegs, die den Sonntag für eine Ausfahrt nutzten, was uns extra motivierte.
Die Zeit wurde langsam knapp. Gerade noch rechtzeitig und quasi als letzte checkten wir für die Fähre ein. Nun begann der entspannte Teil unserer Reise. Nadine und ich genossen den schönen Sonnenuntergang auf ruhiger See.

Rückblickend hatten wir auf den ersten Tagen doch ganz viel Glück gehabt.