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Dunkle Wolken lagen gespenstisch über den Bergen. Alles ruhig, kaum Wind. Ein Schauer überraschte uns beim Frühstück, sodass wir eiligst unter einen Strauch flüchteten. Nach wenigen Minuten hörte es bereits wieder auf zu regnen. Wir packten alles zusammen und zogen los. Hinter dem kleinen Bergdorf Skamneli kamen zur Abzweigung nach Makrino. Das Schild zeigte auf einen Schotterweg. Nochmals ein Blick auf die Karte geworfen, das müsste eigentlich der richtige Weg sein. Jetzt begann das Abenteuer Griechenland.  

Denn kurz danach mussten wir den ersten Bach überqueren. Ich hopste sicher über die Steine, die aus dem Wasser schauten, und blieb trockenen Fußes, während Nadine mehr Mühe hatte. Nur ein kleines Stück weiter folgte die nächste Bachdurchquerung. Ich nahm Anlauf, aber es war tiefer als gedacht. Somit nahm ich direkt ein Fußbad und schreckte die Frösche auf, die im Wasser badeten.
Mehrmals schoben wir unsere Räder durch einen Bach. Der Weg wurde immer schmäler und unwegsamer. Im dichten Dickicht kamen wir nur noch mühsam voran. Wo waren wir nun? Kaum zu glauben, dass hier überhaupt ein Auto durchgekommen war, wie aus den frischen Spuren erkennbar. Später löste sich das Rätsel, als wir auf Waldarbeiter stießen. Nachdem wir einen Regenguss unter einem Baum abgewartet hatten, fragten wir sie nach dem Weg. Hier weiter nach Makrino?, deutete ich an. Nein, wiegelte einer der Männer ab und erklärte uns auf einem Papier die richtige Route. Da hatten wir vorher anscheinend die Abzweigung verpasst.

Nach einer holprigen, steilen Abfahrt erreichten wir schließlich die Hauptstraße. Wo ging es nach Makrino, rechts oder links? Wir entschieden uns für die einfachere Variante: also bergab. Kurze Zeit später hielt ein PKW neben uns an. Es waren die Waldarbeiter, die uns zu verstehen gaben, nach Makrino ginge in die andere Richtung. Also kehrten wir um. Nun waren wir wieder auf Kurs.

Steil bergab und bergauf führte die Straße auf die andere Talseite. Im nächsten Ort machten wir unter einem Pavillon Pause und kochten unser Abendessen. Es war schon spät geworden. Gestärkt fuhren wir weiter auf der Suche nach einem geeigneten Schlafplatz. Im Gebirge war es schwer, eine passend ebene Fläche für das Zelt zu finden. Erst kurz vor Anbruch der Dunkelheit bauten wir neben der Straße das Zelt auf in der Hoffnung, dass kaum ein Auto vorbeikommen würde.

In der Nacht setzte heftiger Regen ein, begleitet mit Sturm. Am Morgen konnten wir das Zelt kaum verlassen, ohne eine Dusche abzubekommen. Wir machten uns im warmen Schlafsack gemütlich und warteten das Wetter ab. Da sich keine Besserung abzeichnete, war klar, dass wir hier nicht bleiben konnten. Zumindest sollten wir es geschätzte 30 Kilometer bis zum nächsten Ort schaffen. Dramatische Situationen hatten wir zu überstehen. Nicht nur, dass es zwischendurch wie aus Eimern kübelte, sondern der Sturm peitschte über uns hinweg und riss uns fast von der Straße. Vorbei am aufgewühlten Pigón-Stausee erreichten wir durchgefroren sowie total durchnässt den Skiort Métsovo.

Dort bezogen wir ein schönes Hotel, genossen die wärmende Dusche mit Jacuzzi und erholten uns von den Anstrengungen der letzten Tage. Der Ort selber ist sehr touristisch mit zahlreichen Souvenirläden, Hotels sowie Gastronomie. Wir probierten neben Baklava, einem landestypischen Süßgebäck durchtränkt mit viel Honig bzw. Sirup, am Abend die lokale Küche.