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Von Métsovo fuhren wir als erstes bei über den 1.690m hohen Katara-Pass. Wie auch sonst unterwegs war die Straße entweder abgerutscht oder durch einen Erdrutsch teilweise blockiert. Wie gewaltige Naturkräfte wirken können. Auf dem Weg zum Pass fuhren wir in die tief hängenden Wolken hinein. Oben war es extrem stürmisch und mit 7 Grad ziemlich kalt. Ich war froh, die dicke Softshell-Jacke eingepackt zu haben.

Auf der anderen Seite der Bergkette lösten sich die Wolken auf, und es wurde richtig warm, im Tal nahezu 30°C. Auf der rasenden Abfahrt entledigten wir uns nach und nach den langen Klamotten. In der Ferne konnten wir die markanten Felsen von Meteóra sehen. Dort besichtigten wir das Frauenkloster Rousánou, eines der orthodoxen Felsklöster, die im 14. und 15. Jahrhundert auf den Felsen erbaut wurden. Sie gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Besonders sehenswert sind die alten Fresken in der Kapelle. Zu beachten sind die besonderen Kleidervorschriften: Keine Shorts, langes Hemd. Nadine musste sich sogar eine Schürze um die Hose binden. Vom Kloster hat man einen tollen Blick ins Tal und auch auf das Kloster Varlaám. Da die Klöster bereits um 17 Uhr schlossen, konnten wir die anderen Klöster nicht mehr anschauen. Mit Rückenwind rauschten wir über die zur Autobahn ausgebauten Schnellstraße zügig nach Trikala, wo wir im Eurospar noch Vorräte für den Abend einkauften sowie an einem Brunnen noch reichlich Wasser bunkerten. Vollbeladen fuhren wir noch einige Kilometer in Richtung Karditsa. Es machte überhaupt keinen Spaß, auf der schmalen, vielbefahrenen Hauptstraße zu radeln, wenn die Autos und LKWs knapp an einem vorbeidüsten. Die Sonne ging mittlerweile unter. Es wurde Zeit, bei nächster Gelegenheit unser Nachtlager aufzuschlagen. Wir bogen auf eine Nebenstraße ab. Hinter dem Bauernort Paleohóri fanden wir versteckt auf einem schmalen Feldweg zwischen den Ackerflächen ein schönes Plätzchen zum Zelten, von wo wir bei exzellentem Dinner den Aufgang des wunderschön voll leuchtenden Mondes beobachten konnten.