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Ernüchternd mussten wir feststellen, dass es in Ágios Nikolaos keine Fähre über den Golf von Korinth nach Egio mehr gibt, sodass wir einen Umweg über die Brücke bei Pátra in Kauf nehmen mussten. Obendrein schien sich das Wetter zu verschlechtern. Es wurde bewölkt, und starker Wind kam auf. Etwas frustriert tranken wir daraufhin erst einmal einen Tee.

Der kräftige Rückenwind trieb uns zügig voran. In Náfpaktos drehten wir einige Runden durch die Stadt auf der Suche nach einem guten Restaurant. Wir folgten den Tipp von einer Bäckerei und aßen überaus gut. Der Gastwirt spendierte uns sogar ein Eis zum Dessert. Insgesamt war wenig los, aber in der Hochsaison ab Juli ist es dort brechend voll, erklärte uns der Wirt.
Mit etwas mulmigen Gefühl überquerten wir den Golf von Korinth über die fast 3km lange Charilaos Trikoupis Brücke. Es herrschte extremer Seitenwind, der die Brücke in leichte Schwingungen versetzte. Anhalten war unter diesen Bedingungen kaum möglich. Der Radweg endete unvermittelt an einem Treppenabgang, wo wir unsere Sachen über einige Etagen nach unten tragen mussten.
Im Straßenwirrwarr am Hafen hatten wir keine Ahnung, wohin wir fahren sollten. Zumal wir bei dem Sturm große Mühe hatten, die Karte aufzufalten. Ein Taxifahrer war so freundlich und erklärte uns den Weg. Das Wasser peitschte zwischen den Schiffen hoch auf die Straße, sodass wir fast eine Dusche abbekamen.
Im Restaurant in Náfpaktos hatte man uns im Voraus vor dem Verkehr auf Peloponnes, insbesondere auf den Küstenstraßen, gewarnt. Nicht zu unrecht, wie wir es nun erfuhren. Viele LKWs nutzten die Nebenstraße, um die parallele, mautpflichtige Schnellstraße zu umgehen, und donnerten, manchmal allzu knapp, an uns vorbei. Des Weiteren war die Straße im schlechten Zustand. Dazu kämpften wir gegen den starken Gegenwind. Da machte Radfahren manchmal keinen Spaß.
Nach einiger Zeit fanden wir einen schönen Campingplatz, wo uns am Abend dieser süße Gecko im Waschraum anlächelte.