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Wir erlebten eine turbulente Rückreise, die sich wie folgt aufsplittete:

  • Fähre von Pátra nach Ancona
  • Mit dem Rad bis nach Senigallia
  • Regionalzug nach Bologna
  • Tortelliniessen in Bologna mit späterem Zwangsaufenthalt
  • Zug über Mailand nach Como
  • Übernachtung in Como
  • Mit dem Rad nach Lugano
  • Zugfahrt bis nach Arth-Goldau
  • Weiter mit dem Rad bis nach Luzern
  • Von Luzern mit dem Zug nach Zofingen
  • Die letzten Meter auf dem Rad bis vor die Haustüre

Fähre von Pátra nach Ancona
Wir warteten zum Boarding geduldig in einer der etlichen LKW-Schlangen und beobachteten amüsiert zu, wie die LKWs gründlich durchsucht wurden. Ohne Taschenkontrolle durften wir direkt auf die Fähre fahren.
Wir verbrachten 24 Stunden auf dem Schiff. Genug Zeit, sich zu erholen und reichlich zu essen, wenn es überhaupt was Gutes gab. Das Essen war diesmal deutlich schlechter als auf der Hinfahrt. Da es kein Musaka mehr gab, nahm ich einen Nudelauflauf, der allerdings nicht schmeckte. Oder lag es an der Schokocreme, dass es mir danach übel wurde. Seekrank war ich jedenfalls nicht, auch wenn das Schiff leicht schaukelte.
Als die Fähre anlegte, drängte alles zum Ausgang. Der Weg zu unseren Fahrrädern war durch die LKWs versperrt, dessen Motoren vorzeitig liefen. Der Lärm und die Abgase waren gar nicht auszuhalten.
Alsbald konnten wir aber die Fähre verlassen.

Mit dem Rad bis nach Senigallia
Wir schwangen uns auf die Räder und folgten der Küstenstraße entlang. Vom Festland drohte ein Gewitter, noch hielt sich das Wetter. Wir aßen in Senigallia am Abend eine Pizza und übernachteten dann auf dem benachbarten Campingplatz. In der Nacht zog doch noch in Gewitter vorüber. Bis in den frühen Morgen schüttete es.

Regionalzug nach Bologna
Mit dem Regionalzug fuhren wir nach Bologna.

Tortelliniessen in Bologna mit späterem Zwangsaufenthalt
Als wir in Bologna ankamen, ging ein Gewitter mit Platzregen nieder. Die typischen Arkaden in der Altstadt boten uns Schutz. Wir schlenderten an den Geschäften vorbei und fanden auch ein Outdoor-Laden, in dem wir uns umschauten. Eine ältere Dame, wohl die Mutter des Besitzers, machte sich Sorgen um unsere Räder vor dem Laden und passte auf sie auf.
Auf ihre Empfehlung hin gingen wir in der Nähe zu einem Restaurant, wo wir hervorragende Tortellini, die Spezialität aus Bologna, genossen.
Noch gerade rechtzeitig trafen wir am Bahnhof ein, warfen kurz einen Blick auf die Tafel und liefen zum Bahnsteig für Gleis 3. Nach kurzer Zeit stellten sich heraus, dass unser Zug nach Mailand nicht auf Gleis 3, sondern auf Gleis 3 "West" abfuhr. Hektisch rannten wir zum anderen Bahnsteig. Dabei half ein Mann, Nadines Fahrrad die Treppe hoch zutragen. Für seine Hilfsbereitschaft zahlte er den Preis, dass seine weiße Hose von der öligen Kette ganz verschmiert war. Mit einer kleinen Entschädigung (5 EUR) gab er sich zufrieden.
Trotzdem waren wir zu spät. Der Zug nach Mailand war längst abgefahren. Zwei Stunden Zeit, um die Stadt näher zu erkunden.
Als Trost sowie zur Beruhigung von Nadines schlechtem Gewissen wegen der Hose des Mannes gönnten wir uns ein großes Eis.
Charakteristisch für Bologna sind die hohen Geschlechtertürme. Von den 180 aus dem Mittelalter sind diese beiden Türme, der „Torre Garisenda“ und der „Torre degli Asinelli“, erhalten geblieben.

Zug über Mailand nach Como
Dadurch dass wir einen Zug später genommen hatten, kamen wir recht spät in Como an, sodass wir uns entschlossen, ein Hotel zu beziehen. Denn die Alternative "Campingplatz" war nach unseren Erfahrungen auf der Hinreise ausgeschlossen.

Übernachtung in Como
Im stilvollen, komfortablen Hotel "Borgovico" entspannten wir uns vom Reisestress an diesem Tag.

Mit dem Rad nach Lugano
Das Stück nach Lugano legten wir wieder mit dem Rad zurück.

Zugfahrt bis nach Arth-Goldau
Nach dem obligatorischen Besuch der besten Gelateria ging es mit dem Zug weiter. Aufgrund eines Erdrutsches mussten wir in Arth-Goldau aussteigen.

Weiter mit dem Rad bis nach Luzern
Von Arth-Goldau radelten wir am Zugersee entlang. Über Immensee, vorbei an Küssnacht fuhren wir auf direktem Weg nach Luzern.

Von Luzern mit dem Zug nach Zofingen
Dort nahmen wir den Interregio, der uns direkt nach Zofingen brachte.

Die letzten Meter rollten wir auf dem Rad bis vor die Haustüre. Insgesamt legten wir in den vergangenen 2,5 Wochen über 1.250km zurück. Griechenland war die Reise mit vielen schönen und interessanten Erlebnissen wert.