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Vom Scharyn-Canyon fuhren wir weiter auf der Hauptstrasse nach Kegen. Bis dorthin war noch ein Pass zu überqueren. Unterwegs wurden wir am Abend überrascht, als vor uns ein Auto anhielt, und wir mit Früchten und Getränken herzlich beschenkt wurden.

Am nächsten Tag suchten wir in Kegen das einzige Hotel des Ortes auf, um auch mal richtig zu duschen und die Wäsche waschen zu können. Die Unterkunft war sauber und einfach, für 5'000 Tenge (ca. CHF 13.-) sehr preiswert. Ratlos standen wir vor der einfachen Waschmaschine. Die Putzfrau zeigte uns, wie das kasachische Wäschewaschen funktioniert: Wäsche in die Trommel von oben einfüllen, etwas Waschmittel verteilen, warmes Wasser vom Waschbecken eingiessen. Mit dem linken Schalter die Waschzeit einstellen, am mittleren Knopf wurde die Waschintensität eingestellt.
Nach 15 Minuten wurde die Wäsche in die benachbarte Trommel geschleudert. Dabei lief das überschüssige Wasser der Schleuder wieder in die Waschtrommel zurück. Anschliessend wurde die Wäsche in eine Wanne mit Weichspüler eingetaucht und dann nochmals geschleudert. Die andere Hälfte der Schmutzwäsche wurde im gleichen Wasser gewaschen. Erstaunlich, dass diese trotzdem sauber aussah. Uns bleibt aber ein Rätsel, wie das dreckige Wasser aus der Trommel geleert wurde.

Bei einem Chai im Bazar konnte Nadine sich von der Übelkeit in der vergangenen Nacht erholen, während Frank die Gelegenheit nutzte, seine Haare für 500 Tenge schneiden zu lassen. Genüsslich vertilgten wir noch eine Portion Himbeeren mit Smetana (Sauerrahm). Am Abend lernten wir einen pensionierten Singapurer kennen, der 9 Monate pro Jahr die Welt bereist. Leider war kein Restaurant offen. So kochten wir gemeinsam selbst vor dem Hotel: Tomaten-Gurkensalat sowie Minestrone mit Nudeln.

Von Kegen über den Shol'Adyr-Pass (2065m) gelangten wir nach Saryzhaz. Dort deckten wir uns nochmals mit Keksen ein. Ein kurzer Halt in Karasaz für Nan und Limo, bevor wir am Abend am Tuzköl-See unser Zelt aufbauten. Die nahegelegene Süsswasserquelle lieferte uns frisches Trinkwasser.

Zahlreiche Wasservögel, insbesondere lärmende Gänse tummelten sich auf dem See. In der Ferne sah man das schneebedeckte Tien Shan Gebrige mit seinen fast 7000m hohen Gipfeln. Der See lag ruhig. Die Berge bildeten eine atemberaubende Kullisse. Dazu sorgten rote, salzverträgliche Pflanzen am Ufer für ein schönes Farbspiel.