• Slider1

    Island

  • Slider2

    Kasachstan

  • Slider3

    Namibia

Immer wieder schauten wir zurück, den Hund hatten wir abgeschüttelt. Einerseits waren wir traurig, andererseits doch froh darüber.
Trotz Asphaltstrasse zog es sich hin bis Saryshaz. Ausserhalb des Ortes fanden wir abseits der Strasse einen Übernachtungsplatz. Am nächsten Morgen überraschte uns Eis in der Trinkflasche. Kalt war es geworden. Mit dicken Wolken deutete sich zudem ein Wetterumschwung an.

Eine Regenfront und aufkommender Sturm zog auf uns zu. Donner grollte aus der Ferne. Rechtzeitig fanden wir unter einer Brücke am Fluss Kegen Schutz und warteten den Schauer ab. Nach einer halben Stunde war der Spuk vorbei.
Wir suchten vergeblich die auf der Karte eingezeichnete Abzweigung zur Nebenstrecke. Darum kehrten wir nach Saryshaz zurück und nahmen die Hauptstrasse nach Kegen. Ein nächster kräftiger Schauer zwang uns kurz vor dem Pass zu einem Stopp. Bei einer Bushaltestelle stellten wir uns unter und vertrieben die Zeit mit dem mühevollen Schälen von Sonnenblumenkernen.

Weiter ging es. Nach einem kurzen Zwischenhalt in Kegen mit Samsa vom Bazar flüchteten wir vor dem nächsten Regenguss. So gerade noch schafften wir es davonzukommen. Schnell rollten wir die lange Abfahrt hinunter, bogen dann in Richtung Schonzy ab und gelangten in den Temerlik Canyon. Eingangs der Siedlung trafen wir einen Mann, der uns mit Gestik vor Wölfen warnte. Deshalb waren auch seine Ziegen und Schafe zusammengepfercht hinter einem Zaun. Trotzdem lehnten wir seine Einladung, bei ihm zu übernachten, dankend ab und bezogen in der Nähe des Flusses unser Nachtquartier. Die Nacht blieb ruhig.

Tags darauf stellten wir fest, dass die Berge eine weisse Spitze bekommen hatten. Nur gut, dass wir aus den Bergen raus sind. Der Rückenwind brachte uns züging über die Ebene zur Stadt Schonzy. Recht schnell fanden wir eine Pension. Nochmals eine gute Gelegenheit, mal wieder richtig zu duschen und unsere Wäsche waschen zu lassen.
An einem Supermarkt interessierte sich ein Mann für unsere Velos. Mit einer kleinen Probefahrt konnte er sich von der guten Qualität überzeugen. Neben den technischen Details wollte er unseren Kaufpreis wissen. Über den hohen Betrag war er schockiert, denn damit könnte er sich einen weiteren Mercedes leisten.

Ansonsten nutzen wir den restlichen Tag zur Erholung, um Energie für den letzten Abschnitt unserer Reise zu tanken.