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Die letzten zwei Tage in Almaty wollten wir für eine ausgedehnte Shopping-Tour nutzen, um u.a. kasachische Spezialitäten zu besorgen. Denn Souveniers sollten wir unbedingt mitbringen.
Doch zuvor gingen wir am Donnerstag-Abend zum Vorprogramm zum Profi-Radrennen "Tour of Almaty". Viele begeisterte Zuschauer waren auf dem Boulevard entlang der komplett abgesperrten Rennstrecke versammelt. Für die Sicherheit wurde an nichts gespart. Alle 10m waren Sicherheitskräfte der Miliz positioniert. Zwei Moderatoren sorgten für Unterhaltung und präsentierten diverse Informationen rund um die Veranstaltung. Natürlich wurde das einheimische Profi-Team "Team Astana" besonders hervorgehoben.

Neugierig schauten wir uns den "Sprint of Almaty" an, ein Sprintwettbewerb für Hobbyfahrer. Dabei waren in einem Ausscheidungsrennen eine 300m lange Strecke auf Leihvelos, die man an Stationen überall in der Stadt mieten kann, zu absolvieren. Der Siegerpreis war ein VIP-Platz in einem der Begleitfahrzeuge beim Profi-Radrennen am Wochenende. Alleine deswegen kam eine Teilnahme am Rennen für uns nicht in Frage. Denn am Samstag stand ja unser Rückflug an.

Nach den ersten Vorläufen zogen wir aber vor, zur Einkaufsmeile auf der Gogolstrasse zu gehen. Ausser einige Designergeschäfte gab jedoch nicht viel zu sehen. Darum kehrten wir fürs Abendessen in unser Stammrestaurant "Plov" zurück. Zufällig trafen wir dort den Kasachen wieder, den wir bereits vor zwei Wochen am Anfang unserer Tour oben am Observatorium begegnet waren. Die Freude und Überraschung war gross. Ein Abschlussfoto durfte keinesfalls fehlen, zumal wir eine Dessertplatte mit verschiedenen, kasachischen Spezialitäten spendiert bekamen. Nochmals herzlichen Dank dafür.

Nachdem wir am nächsten Morgen im benachbarten Café gut gefrühstückt hatten, machten wir unsere Einkaufsrunde quer durch die Stadt. Im Regen warteten wir lange auf den Trolleybus - einen Fahrplan gibt es quasi nicht. Zunächst ging es zum Green Market, dem grossen Bazar. In der grossen Halle wurden schön sortiert und gestapelt neben Obst, Gemüse und anderen Frischwaren diverse Trockenfrüchte, Gewürze sowie typische, kasachische Spezialitäten angeboten. Einige dieser Köstlichkeiten durften wir sogar probieren. Wir bummelten wie in einem Labyrinth durch die verwinkelten Nebengebäude, in denen alles mögliche - grösstenteils billig und von einfacher Qualität - zu kaufen gab: von Bekleidung und Stoffe über Schuhe und Lederwaren bis hin zu Werkzeugen und Haushaltswaren, ausserdem Dinge des täglichen Bedarfs wie Drogerieartikel und Lebensmittel sowie Süsswaren. Auch Souvenirshops waren zu finden.

Genug gesehen, da wollten wir weiter zum Mega-Shopping-Center im Süd-West-Viertel. Vor dem Bazar stiegen wir in einen der Trolleybusse und warteten auf die Abfahrt, die sich wegen eines Stromausfalls verzögerte. Nichts ungewöhnliches, scheint wohl öfters vorzukommen. Doch plötzlich kam Hektik auf, der Strom war wieder da.
Nach rund einer Stunde Fahrt quer durch die Stadt waren wir am Einkaufszentrum angekommen. Dieses präsentierte sich - völlig konträr zum Bazar - ausgesprochen westlich modern mit sämtlichen, internationalen Markenshops und war wirklich mega gross. Erstaulicherweise war es recht gut besucht. Beim Bummeln hatte Nadine ein schönes Smartphone-Cover entdeckt. Die Verkäuferin gab ihr allerdings zu verstehen, dass ein Kauf absolut nicht möglich war. Vermutlich funktionierte entweder die Kasse nicht, oder das Sicherheitspersonal war mit dem Schlüssel zum Entsichern der Ware gerade verschwunden. Tja, sowas kommt in Kasachstan vor.

Somit gingen wir leider mit leeren Händen raus und fuhren zu einem anderen Kaufhaus. Wie beim Bazar gab es dort endlos verzweigt über mehrere Etagen mehr oder weniger billige Ramschware. So langsam verloren wir die Lust. Anstatt den Bus nahmen wir diesmal die Metro und kehrten zum Hotel zurück, um die Fahrräder für den Rückflug zu verpacken. Die Ferien liessen wir am Abend mit einem feinen Abschlussessen in unserem Stammlokal ausklingen.