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Ende Juni starteten wir beim Dreiländer-Giro in Nauders (Österreich). Auf der mit 3300 Höhenmeter anspruchsvollen Strecke über 168km durch Italien und der Schweiz war der legendäre Stifster Joch, eine Passstrasse mit mehr als 40 Serpentinen, zu überqueren.

Start war um 6.30 Uhr, aber die meisten der 1.500 Teilnehmer hatten sich bereits viel früher im Startblock versammelt. So reihten wir uns im letzten Drittel des Feldes ein. Keine gute Bedingung, und was die Hoffnung auf ein Top-Ergebnis zunichte machte.

Der Startschuss fiel, aber erst mit mehr als 4 Minuten Rückstand passierten wir die Startlinie. Gleich von Anfang an preschte Frank durchs lang gezogene Feld und stiess schnell relativ weit nach vorne, währenddessen Nadine den ersten Abschnitt etwas verhaltener anging. Doch im Anstieg zum Stifster Joch wurde einer nach dem anderen ein- und überholt. Nadine konnte somit sämtliche Männer beeindrucken, die sie am Berg abhängte. Die Passstrasse mit über 40 Sepentinen in einer atemberaubenden Landschaft ist das Highlight der Strecke, die vom Umbrail - inzwischen ist auch das letzte Stück vollständig asphaltiert worden - in die Schweiz führte.

3LaenderGiro 3LaenderGiro

Nach einer kurze Verpflegungspause holte Frank am Ofenpass eine kleine Gruppe ein, die im weiteren Verlauf gut harmonierte, zumal im langen Flachstück starker Gegenwind bliess. Auch Nadine befand sich in einer guten Gruppe und drückte mächtig aufs Tempo.
Jedoch bekam Frank zunehmend muskuläre Probleme und musste am Schlussanstieg letztendlich von der Gruppe reissen lassen. Dennoch beendete er das Rennen in 6:06 Stunden als 63. von über 900 Teilnehmern auf der grossen Runde, was Platz 20 in seiner Alterskategorie bedeutete.
Kurz vor dem Ziel war Nadine derart eingebrochen, dass sie den Sieg bei den Damen knapp verpasste. Ihre Fahrzeit: 6:37.33 Stunden.

Das Wetter war an für sich recht gut, aber am Ende gerieten wir doch noch in einen Gewitterschauer und erreichten durchnässt das Ziel.
Insgesamt waren wir aber von der Veranstaltung ziemlich enttäuscht, da unserer Meinung nach etliche Punkte zu bemängeln waren:

  • Keine Parkplatzsignalisierung, schon am Samstag für die Startnummernausgabe.
  • Die Lenkernummern waren diesmal 2mm dicke "Bretter" und sehr problematisch anzubringen.
  • Wir mussten trotz Voranmeldung noch 5.- EUR für irgendwelchen Gebühren nachzahlen, die nirgends deklariert waren.
  • Zeitabnahme nur Bruttozeit. Wir hatten am Anfang gleich 4 Minuten Rückstand.
  • An allen Labestationen gab es hauptsächlich nur die Produktpalette von Powerbar: Getränk, Riegel, Gels. Daneben auch noch Wasser und Bananen. Sehr einseitige Verpflegung. Cola hatte ich nicht gesehen.
  • Keine Duschen im Ziel !!!!
  • Sehr lange Wartezeit für die Siegerehrung um 17.30 Uhr, d.h. mehr als 4 Stunden nach Ankunft.

Positiv war hingegen die tadellose Streckensicherung.

Somit haben wir den RATA (Race Across The Alps) aus unserem Programm gestrichen und werden nächstes Jahr lieber den Brevet London-Edinburgh-London (1.400km) fahren.