Hermannstadt

Direkt am Hauptplatz fand ich ein preiswertes Hostel, wo ich die erste Nacht verbrachte.
Nachdem ich das Interview mit einer jungen Studentin aus Deutschland hatte, die bei der Hermannstädter Zeitung ein halb-jähriges Auslandspraktikum ableistet, besichtigte ich die Altstadt, die zum Weltkulturerbe der UNSECO zählt.


Vom Ratsturm hatte man eine schöne Aussicht auf den Hauptplatz und über die Stadt bis zu den noch schneebedeckten Bergen.

Während ich durch die Fußgängerzone schlenderte, traf ich eine kleine Gruppe rüstiger, Schweizer Seniorinnen, die schon viel um die Welt gereist sind. Als ich ihnen die Fotos meiner Touren zeigte, meinte eine Dame: "Sie sind ja ein Profi". Sie glaubte zuerst, ich sei ein "Greenhorn". Viel Zeit zum Plaudern blieb leider nicht. Ich hätte gerne mehr von den Reiseerfahrungen der "old Ladies" partizipiert.

Ich verpflegte mich ausgiebig, genoss die ruhige Umgebung. Hostels sind immer gute Treffpunkte zu anderen Backpackern und internationalen Reisenden. Im ersten Hostel lernte ich Palko kennen, ein junger Rumäne aus Deva. Er arbeitet eigentlich auf einem Kreuzfahrtschiff, ist aber zur Zeit ohne Job.
Ich wechselte das Hostel, das ich übers Internet ausfindig gemacht habe, da im ersten Hostel wegen einer größeren Gruppe kein Platz mehr frei war. Es lag etwas versteckt in den Gassen der Altstadt und wird von einer Frau aus Irland zusammen mit ihrem rumänischen Ehemann betrieben. Im Hostel lernte ich ein deutsch-französisches Paar auf ihrer 3-monatigen Backpackerreise durch Europa kennen. Dazu gesellte sich ein schwedisches Paar, die 6 Wochen durch Osteuropa reisten. Die beiden Schweden sind Physiotherapeuten und arbeiten in Norwegen, da dort die Jobaussichten besser als in ihrer Heimat sind.
"Tour of Change", mehr erfahren über den Wandel in der Welt. Hier in der internationalen Runde zusammen mit der irischen Gastgeberin tauschten wir uns darüber aus. In Irland ist das Leben durch die aktuelle Finanzkrise auf ein reales Niveau angekommen. Vorher war alles aufgebläht. Jeder, der gut Geld verdiente, protze mit großen Autos und Luxus ohne Grenzen. Jetzt sind die Menschen wieder in die Wirklichkeit zurückgeholt worden.

Von Hermannstadt ging es weiter zu den Wehrkirchen in Siebenbürgen: Mediasch, Biertan und Schässburg.
Sprache
dezh-CNnlenfritrues